Die Tote vom Naschmarkt von Beate Maxian ****

Zum Inhalt:
Eine Leiche, ein Prozess, eine junge Journalistin und ein skrupelloser Anwalt.
Sarah Pauli erhält ein mysteriöses Paket in die Redaktion der Zeitung „Wiener Boten“, eine Botschaft, die im direkten Zusammenhang mit der Leiche steht, die an dem gleichen Morgen auf dem Naschmarkt gefunden wurde. Und wie sich herausstellt, ist die Frauenleiche eine Hauptentlastungszeugin in einem Prozess wegen möglicher Vergewaltigung. Nicht nur die Polizei, sondern auch Sarah Pauli nimmt die Ermittlungen in diesem Fall auf.
Auf über 340 Seiten erlebt der Leser einen sehr leichten, aber gut inszenierten Krimi, der sich wunderbar aufbaut und die Spannung während der gesamten Erzählung beibehält. Die Hauptprotagonisten sind sehr lebendig und bildlich beschrieben und besonders zu Sarah Pauli kann man schnell einen guten Bezug aufbauen. Ihre kleinen Sorgen und Wünsche erlebt der Leser hautnah mit und kann sich gut in sie hinein versetzen.
Und durch inhaltliche Trennungen kann man auch sehr gut die anderen Seiten der Betroffenen miterleben und sieht die Geschichte aus verschiedenen Gesichtspunkten.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch gut gefallen, wenn mir auch die ständigen Liebesschwüre von Sarah ein wenig nervig erschienen und so von der eigentlichen Geschichte ablenkten. Auch Brigit Pohn, die beste Freundin der Ermordeten, begibt sich immer wieder in Gefahr, ohne über die Situationen, in die sie sich selbst hinein manövriert, nachzudenken. Jedoch fand ich die Beziehung von Koban und Dagmar Jurit sehr gut beschrieben, so dass diese mich wieder versöhnlich stimmen konnte. Und da das Ende sich sehr schlüssig und dennoch spannend auflöst, bin ich mit dem Buch sehr zufrieden. Es hat mich gut unterhalten. Von daher kann ich dem Buch 4 von 5 Sternen vergeben.

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