Die Bucht des grünen Mondes von Isabel Beto *****

Zum Inhalt:
Eine Liebe, so mächtig wie der Amazonas
Berlin, Ende des Jahres 1896. Eigentlich scheint für Amely, die Tochter eines Fabrikanten, die Zukunft schon ganz sicher und gewiss, jedoch hat sie nicht damit gerechnet, dass ihr Vater sie an einen wesentlich älteren Kautschukbaron in Brasilien verheiraten würde, Kilian Wittstock. Amely tritt die Reise in die neue Welt mit gemischten Gefühlen an und wird in Manaus von einem brutalen Ehemann überrascht. Doch eines Tage geschieht das Unglaubliche, Amely wird von einem Indianer entführt und mit in das Dorf eines Eingeborenenstammes genommen. Nun lernt Amely eine andere Welt Brasiliens kennen und schließlich auch lieben. Dennoch muss sie sich dem Unvermeidlichen stellen und zurück in die Zivilisation, mit einem großen Geheimnis im Gepäck.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten beschrieben. Zunächst lernen wir Amely kennen. Zu Beginn ist sie ein sehr naives und leichtgläubiges Mädchen, das sich kaum vorstellen kann, dass es irgendwo etwas Böses geben könnte. Erst als sie in Brasilien ankommt und dort das grausame Treiben der Weißen sieht, stellt sich ihr vieles in Frage. Immer wieder möchte sie den Menschen dort helfen, ist aber an ihre Verpflichtungen als Ehefrau gebunden. Amely ist ein sehr interessanter Charakter, der sich während des Buches sehr verändert. Von dem anfänglichen ängstlichen Mädchen wächst sie zu einer sehr starken und selbstbewussten Frau heran.
Zwischendurch schwenkt die Geschichte um und wir lernen Aymáho kennen, einen sonderbaren Indianer, der sich selbst gerne in Gefahr begibt und kein Risiko scheut. Er wird von seinem Stamm für eine Zeit verbannt, nachdem sich dort eine gefährliche Situation entwickelt hat. Während seiner Reise außerhalb des Stammes fällt ihm Amely praktisch in die Hände und er nimmt sie mit in sein Leben und zeigt ihr eine neue Welt, die ihr bisher verborgen geblieben war.

Meine Meinung:
Auf fast 540 Seiten kann man in dieses Buch wunderbar eintauchen und die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Die Autorin Isabel Beto beschreibt das Leben in Brasilien so realistisch und bildlich, dass man das Gefühl hat, sich in dieser Zeit zu befinden. Durch Aymáho lernt man eine fantastische neue Lebensweise kennen und man fühlt sich Aymáho und Amely, sowie den Indianern, stark verbunden. Es ist ein Buch zum Träumen und man kann sich durch ungewohnte Traditionen der Ureinwohner Brasiliens berauschen lassen. Zu keiner Zeit des Buches kommt Langeweile auf.
Mich hat dieses Werk vollkommen begeistert und ich bin fast traurig, dass es schon zu Ende ist. Hier ist einfach alles versammelt, Fernweh mit viel Romantik und Tragik.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. Absolut empfehlenswert!

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