Der Sandner und die Ringgeister von Roland Krause ****

Zum Inhalt:
Ein junger Mann wird auf einem Friedhof ermordet gefunden und sofort müssen der Sandner und seine Kollegen sich dieses Falles annehmen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um ein Mitglied einer Band handelt, die sich im Augenblick in der Stadt aufhält. Doch plötzlich tauchen Hintergrundinformationen auf, die das Verschwinden einer jungen Frau im direkten Zusammenhang erscheinen lassen.

Meine Meinung:
Das Buch liest sich angenehm, wenn man sich erst an die Erzählweise des Autors gewöhnt hat. Durch den stark ausgeprägten Dialekt, der sich durch das ganze Werk zieht, muss man sich sehr stark auf das gelesene Wort konzentrieren und kann das Buch nicht so einfach weg lesen. Dafür wird man mit einer richtig guten Geschichte belohnt, die inhaltlich spannend erzählt und zum Schluss hin perfekt abgerundet wird.
Sandner ist ein Mann, der durch seine mürrische Art und Weise, mit viel schwarzem Humor und einer Prise Ironie, den Leser schnell von sich einnimmt. Neben seinen Ermittlungen muss sich Sandner auch immer noch mit seinen privaten Sorgen herumschlagen. So erlebt man häufig die Erinnerungen, an die Sandner noch immer festhält und die ihn dadurch noch viel menschlicher erscheinen lassen.
Auch die Kollegen sind sehr offen und bildlich beschrieben. Die Wiesner gehört mit zu den sympathischsten Charakteren des Buchs und zeigt oft ihre feminine Seite und ist damit auch das gute Gewissen des Sandners.
Mir hat das Buch gut gefallen, vielleicht gerade durch seine sprachliche Besonderheit. Durch eine vollkommen andere Erzählweise musste ich mich richtig anstrengen, um der Geschichte folgen zu können, habe das aber nicht bereut. Im Gegenteil, mich hat das Werk durch seinen Inhalt überzeugt und mich mit einem guten Krimi belohnt, der mehr gibt, als es zu Beginn scheint. Besonders positiv möchte ich noch anmerken, dass der Autor im Anhang eine kleine Auflistung der örtlich gebräuchlichen Worte auflistet und diese verständlich erklärt.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ein großes Dankeschön an Roland Krause und der Möglichkeit, mich an dieser Leserunde beteiligen zu können.

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